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Challenge Immobilienmarkt

Aktualisiert: 3. Dez. 2023


Zinsen steigen, Renditen fallen: Der Immobilienmarkt sucht nach Auswegen. Welche Opportunities es gibt.

Mit dem Immobilienmarkt geht es bergab. Das zeigt die aktuelle Advicum-Analyse. In einem Marktumfeld hoher Baukosten und steigender Zinsen bricht das Transaktionsvolumen deutlich ein. Eine irritierende Situation, die manche Bestandshalter und Projektentwickler nach dem Boom in den letzten Jahren nicht kennen.


Ein Lichtblick am Immobilienmarkt

„Investoren halten sich aufgrund der unsicheren Lage am Markt stark zurück. Das wird so bleiben“, prognostiziert Advicum Equity-Partner Matthias Ortner. Die krisenbedingt gestiegenen Baukosten seien speziell für Projektentwickler ein Problem. Reihenweise werden Projekte gestoppt beziehungsweise verschoben. Warum? Um den unsicheren Prognosen nicht zum Opfer zu fallen. Ein Lichtblick in dieser Situation sei für die Projektentwickler am Immobilienmarkt der vorherrschende Wohnungsmangel. Die Zuwanderungsströme befeuern ihn.

Wohnen bleibt teuer. „Die sinkenden Immobilienangebote sorgen künftig für erhöhte Mietpreise. Das wirkt sich auf die einkommensschwachen Gruppen aus. Leistbares Wohnen wird zum Luxus. Und: Immobilienfachleute möchten keinen leistbaren Wohnraum mehr errichten. Der Grund: Die benötigten Renditen lassen sich nicht erzielen“, heißt es in der Advicum-Analyse über den Immobilienmarkt.

Die Krise beeinflusst alle Segmente unterschiedlich. Im Aufwind befinden sich beispielsweise Logistik-Immobilien. Das bewirkte der boomende Online-Handel. Die Pandemie veränderte zugleich den Arbeitsmarkt. Traditionelle Ansätze sind oftmals nicht anzuwenden, wenn es darum geht, Büros zu vermieten. Der Leerstand in der Masse nimmt zu. Und High-End-Flächen werden stärker nachgefragt. Die Folge: Spitzenmieten steigen an. Wie sich Homeoffice und Remote-Work auf den Büro-Immobilienmarkt auswirken, ist noch nicht abschätzbar.


Neue Geschäftsmodelle am Immobilienmarkt kommen

„Anleihen, als Alternative zur Anlageklasse, steigen. Und steigende Zinsen beeinflussen Immobilien-Renditen. Der Investitionsdruck auf den Markt nimmt ab. Wer spät, teuer und kreditfinanziert gekauft hat, unterliegt bald einem Verkaufsdruck. Dieser lässt die Immobilienpreise sinken“, erklärt Matthias Ortner. Wer seine Refinanzierung an steigende Zinsen anpassen konnte, werde Immobilien tendenziell länger halten.

Projektentwickler und riskant kalkulierende Bestandshalter trifft diese Situation. Advicum-Experte-Ortner weiß: Um Erlöse zu generieren, die notwendig sind, entwickelt der eine oder andere zwingend neue Geschäftsmodelle. Ein Beispiel: Die Produktion von „grünem Strom“ mittels am Dach befestigter Solarpaneele. Damit werden Erlösquellen generiert. Wie? Indem die Mieter der Immobilie den Strom direkt kaufen. Darüber hinaus gewinnt die Digitalisierung massiv an Aufwind, speziell im Betrieb. Und das erfordert eine qualitativ hochwertige Datenlandschaft.

Der Immobilienmarkt steht vor einer Konsolidierung, es gilt wieder einmal Flexibilität und Anpassungsfähigkeit zu beweisen und eingefahrene Pfade zu verlassen. Es kommen spannende und herausfordernde Zeiten auf uns zu.

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