M&A in Krisenzeiten - Herausforderung und Chance zugleich
- Advicum Consulting

- 29. Sept.
- 1 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 10. Nov.
Auch in wirtschaftlich angespannten Zeiten bleiben erfolgreiche Unternehmenstransaktionen möglich. Jährlich wechseln in Österreich rund 300 Unternehmen von internationaler Relevanz den Eigentümer – hinzu kommen mehr als 1.000 Transaktionen im KMU-Sektor. Mit sinkender Konjunktur und steigenden Insolvenzen gewinnt das Thema Mergers & Acquisitions daher erneut an Bedeutung.
„Die hohe Unsicherheit in den Märkten trifft nicht nur Unternehmen, die unter Konsolidierungsdruck stehen, sondern auch strategisch solide Betriebe, die ihr Eigenkapital stärken müssen“, erklärt Roman Pongracz, Associate Partner bei Advicum Consulting. Besonders die Nachfolgefrage bleibt ein zentraler Treiber: sie eröffnet häufig neue Perspektiven für Unternehmen und Beschäftigte.
Während Tourismus und Gastronomie derzeit vergleichsweise stabil sind, stehen Branchen wie Automobilzulieferung, Maschinenbau, Handel und Bauzulieferindustrie unter besonderem Druck. Trotzdem bleibt die Ausgangslage für Investoren günstig: Liquidität ist vorhanden, und das Interesse an attraktiven Beteiligungen ungebrochen.
„Gerade jetzt sollten Investoren nicht auf Gelegenheiten warten, sondern aktiv geeignete Unternehmen ansprechen und sich als Partner für die Zukunft positionieren“, betont Daniel Knuchel, Partner bei Advicum Consulting.
Besonders bei krisenbedingten Transaktionen („Distressed M&A“) zählt Geschwindigkeit. Klassische Prozesse dauern oft bis zu neun Monate – Zeit, die in Krisen fehlt. Umso wichtiger sind ein straffes Prozessmanagement und die parallele Durchführung einzelner Schritte. „Ein erfahrener Berater koordiniert den Prozess, vereint technisches, betriebswirtschaftliches und juristisches Verständnis und agiert nicht als Makler, sondern als strategischer Begleiter“, so Pongracz.
Gerade im Mittelstand sind individuelle Lösungen gefragt, die sowohl die Interessen der Eigentümer als auch der Mitarbeiter berücksichtigen. Denn Krisen bedeuten nicht Stillstand, sondern eröffnen neue strategische Optionen. „Mit der richtigen Vorbereitung lassen sich auch in herausfordernden Zeiten wertsteigernde Transaktionen umsetzen“, fasst Knuchel zusammen.






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